<?xml version="1.0" encoding="UTF-8"?><rss version="2.0"
	xmlns:content="http://purl.org/rss/1.0/modules/content/"
	xmlns:wfw="http://wellformedweb.org/CommentAPI/"
	xmlns:dc="http://purl.org/dc/elements/1.1/"
	xmlns:atom="http://www.w3.org/2005/Atom"
	xmlns:sy="http://purl.org/rss/1.0/modules/syndication/"
	xmlns:slash="http://purl.org/rss/1.0/modules/slash/"
	>

<channel>
	<title>Cancel Culture Archive - Hydra Comics</title>
	<atom:link href="https://hydra-comics.de/category/cancel-culture/feed/" rel="self" type="application/rss+xml" />
	<link>https://hydra-comics.de/category/cancel-culture/</link>
	<description></description>
	<lastBuildDate>Mon, 24 Mar 2025 13:32:50 +0000</lastBuildDate>
	<language>de</language>
	<sy:updatePeriod>
	hourly	</sy:updatePeriod>
	<sy:updateFrequency>
	1	</sy:updateFrequency>
	
	<item>
		<title>Kickstarter löscht Dresden-Comic: So machen wir weiter</title>
		<link>https://hydra-comics.de/kickstarter-loescht-dresden-comic-so-machen-wir-weiter/?utm_source=rss&#038;utm_medium=rss&#038;utm_campaign=kickstarter-loescht-dresden-comic-so-machen-wir-weiter</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[hydra]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 21 Mar 2025 06:39:59 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Cancel Culture]]></category>
		<category><![CDATA[HYDRA-News]]></category>
		<category><![CDATA[Podcast]]></category>
		<guid isPermaLink="false">http://1ddb446d-c205-40c3-94d5-2172a16f0d49</guid>

					<description><![CDATA[<p>Der US-Konzern Kickstarter hat unsere Kampagne zu "Dresden – Im Feuersturm" kurz vor Schluss gelöscht – 9.134 Euro sind vorerst verloren. Die Löschung kam nicht überraschend, und wir waren vorbereitet. Im neuen Hydra-Cast berichten wir, wie wir reagiert haben, wie viel Geld für Vorbestellungen bereits gerettet ist – und wie es mit dem Comic weitergeht. Außerdem im Hydra-Cast:</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://hydra-comics.de/kickstarter-loescht-dresden-comic-so-machen-wir-weiter/">Kickstarter löscht Dresden-Comic: So machen wir weiter</a> erschien zuerst auf <a href="https://hydra-comics.de">Hydra Comics</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
    

	<ul>
			</ul>


<p>Der US-Konzern Kickstarter hat unsere Kampagne zu <em>&#8222;Dresden – Im Feuersturm</em>&#8220; kurz vor Schluss gelöscht – 9.134 Euro sind vorerst verloren. Die Löschung kam nicht überraschend, und wir waren vorbereitet. Im neuen Hydra-Cast berichten wir, wie wir reagiert haben, wie viel Geld für Vorbestellungen bereits gerettet ist – und wie es mit dem Comic weitergeht.</p><p>Außerdem im Hydra-Cast: ein Blick auf Buch und Film von &#8222;<em>Per Anhalter durch die Galaxis</em>&#8220; sowie eine kritische Nachbetrachtung zur vierten Folge von &#8222;<em>Daredevil: Born Again</em>&#8222;. Den ungewöhnlichen Hype um die Serie hatten wir im letzten Podcast besprochen.<br><br>Alle Infos zum Stand von <em>&#8222;Dresden &#8211; Im Feuersturm&#8220;</em> findet ihr hier:<br><a href="https://hydra-comics.de/kickstarter-hat-unser-dresden-projekt-geloescht-9-134-euro-sind-weg/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">https://hydra-comics.de/kickstarter-hat-unser-dresden-projekt-geloescht-9-134-euro-sind-weg/ </a><br><br>Kapitel:<br><br>00:22 Alles zu &#8222;Dresden – Im Feuersturm&#8220; nach der Kickstarter-Löschung<br>40:53 &#8222;Per Anhalter durch die Galaxis&#8220; – Buch und Film<br>46:36 Warum lesen die Leute nicht mehr?<br>55:04 &#8222;Daredevil: Born Again&#8220; – Folge 4</p><p>Der Beitrag <a href="https://hydra-comics.de/kickstarter-loescht-dresden-comic-so-machen-wir-weiter/">Kickstarter löscht Dresden-Comic: So machen wir weiter</a> erschien zuerst auf <a href="https://hydra-comics.de">Hydra Comics</a>.</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Kickstarter hat unser Dresden-Projekt gelöscht – 9.134 Euro sind weg</title>
		<link>https://hydra-comics.de/kickstarter-hat-unser-dresden-projekt-geloescht-9-134-euro-sind-weg/?utm_source=rss&#038;utm_medium=rss&#038;utm_campaign=kickstarter-hat-unser-dresden-projekt-geloescht-9-134-euro-sind-weg</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[hydra]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 20 Mar 2025 14:12:28 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Cancel Culture]]></category>
		<category><![CDATA[HYDRA-News]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://hydra-comics.de/?p=7677</guid>

					<description><![CDATA[<p>Seit dem 13. Februar 2024, dem 80. Jahrestag der Zerstörung unserer Heimatstadt, haben wir auf Kickstarter für unser Comic-Projekt „Dresden – Im Feuersturm“ Vorbestellungen gesammelt. Mehrfach wurde uns eine Löschung angedroht, einmal konnten wir sie durch unsere Eingaben verhindern. Doch am Dienstag um 20:50 Uhr war es soweit: Die Kampagne wurde durch Kickstarter gelöscht. Der</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://hydra-comics.de/kickstarter-hat-unser-dresden-projekt-geloescht-9-134-euro-sind-weg/">Kickstarter hat unser Dresden-Projekt gelöscht – 9.134 Euro sind weg</a> erschien zuerst auf <a href="https://hydra-comics.de">Hydra Comics</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p style="font-weight: 400;">Seit dem 13. Februar 2024, dem 80. Jahrestag der Zerstörung unserer Heimatstadt, haben wir auf Kickstarter für unser Comic-Projekt „Dresden – Im Feuersturm“ Vorbestellungen gesammelt. Mehrfach wurde uns eine Löschung angedroht, einmal konnten wir sie durch unsere Eingaben verhindern. Doch am Dienstag um 20:50 Uhr war es soweit: Die Kampagne wurde durch Kickstarter gelöscht. Der Höchststand der gesammelten Summe lag bei <strong>9.134 Euro</strong>.</p>
<p style="font-weight: 400;"><strong>Wir waren auf eine mögliche Löschung vorbereitet und haben vorgesorgt – der Comic wird selbstverständlich erscheinen.</strong></p>
<p style="text-align: center;"><span style="text-decoration: underline;">Alle ausführlichen Informationen im Podcast:</span></p>
<div class="video-shortcode"><iframe class="fusion-hidden" data-privacy-type="youtube" src="" title="Kickstarter löscht Dresden-Comic: So machen wir weiter" width="1280" height="960" data-privacy-src="https://www.youtube.com/embed/8kVOyjlyECQ?feature=oembed" frameborder="0" allow="accelerometer; autoplay; clipboard-write; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture; web-share" referrerpolicy="strict-origin-when-cross-origin" allowfullscreen></iframe></p>
<div class="fusion-privacy-placeholder" style="width:1280px; height:960px;" data-privacy-type="youtube">
<div class="fusion-privacy-placeholder-content">
<div class="fusion-privacy-label">Aus datenschutzrechtlichen Gründen benötigt YouTube Ihre Einwilligung um geladen zu werden. Mehr Informationen finden Sie unter <a class="privacy-policy-link" href="https://hydra-comics.de/datenschutzerklaerung/" rel="privacy-policy">Datenschutzerklärung</a>.</div>
<p><button data-privacy-type="youtube" class="fusion-button button-default fusion-button-default-size button fusion-privacy-consent">Akzeptieren</button></div>
</div>
</div>
<h3 style="font-weight: 400;"><strong>So gehen wir vor!</strong></h3>
<p>Wir hatten alle 150 Kickstarter-Unterstützer per Direktnachricht und <a href="https://hydra-comics.de/kickstarter-will-loeschen/" target="_blank" rel="noopener">auf dem Blog</a> darüber informiert , dass eine Löschung kurz vor dem Ende der Kampagne möglich ist. Zusätzlich haben wir ihnen einen Link geschickt, über den sie ihre Vorbestellung erneut abschließen können.</p>
<p>Seit der ersten Androhung der Löschung haben wir die Dresden-Pakete bereits in unserem eigenen Versand angeboten.</p>
<p style="text-align: center;"><a href="https://hydra-comics.de/produkt-kategorie/comics/dresden-im-feuersturm/" target="_blank" rel="noopener"><strong>&gt;&gt;&gt; Hier findet ihr die sechs Dresden-Pakete! &lt;&lt;&lt;</strong></a></p>
<p>Ein Großteil der Unterstützer ist unserer Bitte gefolgt, und wir konnten bereits wieder <strong>5.433 Euro</strong> (netto, also ohne Mehrwertsteuer) einsammeln. <strong>Der Vorteil: Auf diese Summe fallen keine Kickstarter-Gebühren an. </strong>Diese belaufen sich auf 5 Prozent des gesammelten Betrags plus 3 % + 0,20 € pro Transaktion fällig gewesen – das ist nicht wenig.</p>
<p style="font-weight: 400;"><strong>Wir werden die Pakete bis zum Abschluss der Produktion weiterhin im Versand anbieten.</strong> Danach werden die Extras – darunter Signaturen, Zeichnungen, Kunstdrucke und weitere Illustrationen – an die Unterstützer ausgegeben. Anschließend wird es sie nicht mehr geben, sodass diejenigen, die uns jetzt in dieser schwierigen Zeit unterstützen, ein exklusives Dankeschön erhalten. <strong>Das Ende für die Verfügbarkeit der Pakete teilen wir in unserem Rundbrief mit – <a href="https://hydra-comics.de/newsletter/" target="_blank" rel="noopener">hier eintragen</a>.</strong></p>
<h3 style="font-weight: 400;"><strong>Enorme Solidarität</strong></h3>
<p><strong>Seit Beginn der Kampagne für den Comic erleben wir eine enorme Unterstützung,</strong> die im Besonderen die Künstler motiviert. Diese Solidarität wurde durch die erste Ankündigung einer möglichen Löschung noch verstärkt – und nun, durch die endgültigen Löschung, noch verstärkt.</p>
<p>Viele Leser haben uns direkt geschrieben, dass sie „Dresden – Im Feuersturm“ nun bewusst über unseren Versand bestellt haben. Es gibt auch Meldungen von Unterstützern älterer Comic-Projekte, die fragen, wie sie helfen können. Einige AfD-Abgeordnete, darunter Dominik Kaufner und Matthias Helferich, haben das Projekt ebenfalls unterstützt. Auch der Langzeitunterstützer des kulturellen Vorfelds, Roger Beckamp, hat sich gemeldet und gefragt, wie er helfen kann. Zudem gibt es Angebote, uns fehlende Summen zu leihen.</p>
<p><strong>All das macht uns Mut und hat uns die Löschung mit einem Lächeln hinnehmen lassen. Die Vorbestellungen bestätigen, dass wir auf einem guten Weg sind.</strong></p>
<p>Jetzt werden wir noch einmal alles daransetzen, das Projekt zu bewerben. Euch können wir nur bitte, bei uns vorzubestellen und andere auf unser Comic-Projekt hinzuweisen. Im Idealfall decken wir allein durch weitere Vorbestellungen die Kosten, die wir für den Zeichner und den hochwertigen Druck des umfangreichen Comic-Albums benötigen. Steuern und einige Werbemaßnahmen müssen bereits jetzt finanziert werden.</p>
<p>Wie so oft arbeiten viele Helfer ehrenamtlich, um „Dresden – Im Feuersturm“ zu verwirklichen.</p>
<p><strong>Alle in der HYDRA-Mannschaft sind sich einig: Mit Zensur, Löschungen und Angriffen auf unsere Kunst wird man uns sicher nicht kleinkriegen.</strong></p>
<p><strong>Wir bedanken uns bei unseren Lesern und allen Unterstützern!<br />
</strong></p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Die ersten Seiten von „Dresden – Im Feuersturm“:</p>
<p><img fetchpriority="high" decoding="async" class="aligncenter size-full wp-image-7681" src="https://hydra-comics.de/wp-content/uploads/Dresden_01klein.jpg" alt="" width="1185" height="1732" srcset="https://hydra-comics.de/wp-content/uploads/Dresden_01klein-200x292.jpg 200w, https://hydra-comics.de/wp-content/uploads/Dresden_01klein-205x300.jpg 205w, https://hydra-comics.de/wp-content/uploads/Dresden_01klein-400x585.jpg 400w, https://hydra-comics.de/wp-content/uploads/Dresden_01klein-500x731.jpg 500w, https://hydra-comics.de/wp-content/uploads/Dresden_01klein-600x877.jpg 600w, https://hydra-comics.de/wp-content/uploads/Dresden_01klein-700x1023.jpg 700w, https://hydra-comics.de/wp-content/uploads/Dresden_01klein-701x1024.jpg 701w, https://hydra-comics.de/wp-content/uploads/Dresden_01klein-768x1123.jpg 768w, https://hydra-comics.de/wp-content/uploads/Dresden_01klein-800x1169.jpg 800w, https://hydra-comics.de/wp-content/uploads/Dresden_01klein-1051x1536.jpg 1051w, https://hydra-comics.de/wp-content/uploads/Dresden_01klein.jpg 1185w" sizes="(max-width: 1185px) 100vw, 1185px" /></p>
<p>&nbsp;</p>
<p><img decoding="async" class="aligncenter size-full wp-image-7482" src="https://hydra-comics.de/wp-content/uploads/Dresden_Musterseite-scaled-e1739376293507.jpg" alt="" width="1000" height="1462" /></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://hydra-comics.de/kickstarter-hat-unser-dresden-projekt-geloescht-9-134-euro-sind-weg/">Kickstarter hat unser Dresden-Projekt gelöscht – 9.134 Euro sind weg</a> erschien zuerst auf <a href="https://hydra-comics.de">Hydra Comics</a>.</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Kickstarter will unser Dresden-Projekt löschen</title>
		<link>https://hydra-comics.de/kickstarter-will-loeschen/?utm_source=rss&#038;utm_medium=rss&#038;utm_campaign=kickstarter-will-loeschen</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[hydra]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 14 Mar 2025 12:22:48 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Cancel Culture]]></category>
		<category><![CDATA[HYDRA-News]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://hydra-comics.de/?p=7591</guid>

					<description><![CDATA[<p>Heute, am 14. März 2025, haben wir über unsere Kickstarter-Kampagne bereits 8.706 Euro für den geplanten Comic Dresden – Im Feuersturm gesammelt. Die Resonanz ist enorm, die Unterstützung groß, und unsere Künstler sind begeistert von den zahlreichen Rückmeldungen und Solidaritätsangeboten. Doch gestern erhielten wir folgende Nachricht von Kickstarter: „Unser Team Vertrauen und Sicherheit hat das Projekt Comicroman:</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://hydra-comics.de/kickstarter-will-loeschen/">Kickstarter will unser Dresden-Projekt löschen</a> erschien zuerst auf <a href="https://hydra-comics.de">Hydra Comics</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p style="font-weight: 400;">Heute, am 14. März 2025, haben wir über unsere Kickstarter-Kampagne bereits 8.706 Euro für den <a href="https://hydra-comics.de/ein-comic-gegen-das-vergessen/">geplanten Comic <em>Dresden – Im Feuersturm</em> </a>gesammelt. Die Resonanz ist enorm, die Unterstützung groß, und unsere Künstler sind begeistert von den zahlreichen Rückmeldungen und Solidaritätsangeboten.</p>
<p style="font-weight: 400;">Doch gestern erhielten wir folgende Nachricht von Kickstarter:</p>
<p>„<em>Unser Team Vertrauen und Sicherheit hat das Projekt Comicroman: Dresden – Im Feuersturm zur Aussetzung markiert, da es gegen unsere Regeln verstößt. Dein Projekt wird innerhalb 48 hours automatisch ausgesetzt, es sei denn, du ziehst es selbst zurück.</em>“ (Fehler im Original)</p>
<p>Wir haben den Kickstarter-Support um eine genaue Begründung gebeten, einen Kompromiss vorgeschlagen und uns nach unseren rechtlichen Möglichkeiten erkundigt. Wir werden<strong> die Kampagne selbstverständlich nicht zurückziehen.</strong></p>
<p style="font-weight: 400;">Es war zu erwarten, dass bestimmte Kreise versuchen würden, unser Projekt zu verhindern – doch das wird ihnen nicht gelingen. <strong>Wie immer stehen wir bei Hydra-Comics für Kunst- und Meinungsfreiheit ein – auch bei Gegenwind.</strong></p>
<h3 style="font-weight: 400;"><strong>Wie ihr jetzt helfen könnt!</strong></h3>
<p style="font-weight: 400;">Wir haben heute früh alle Pakete aus der Kickstarter-Kampagne in unserem eigenen Versand freigeschaltet. [<a href="https://hydra-comics.de/produkt-kategorie/comics/dresden-im-feuersturm/">Hier geht es zu den Dresden-Paketen</a>]</p>
<p>Noch können wir mit allen Unterstützern über Kickstarter kommunizieren. Falls Kickstarter unsere Kampagne morgen wirklich löscht, bitten wir euch, die Pakete erneut direkt bei uns zu buchen.</p>
<p style="font-weight: 400;"><strong>Das Handeln von Kickstarter könnte drei Vorteile bringen:</strong> Wir sparen die Kickstarter-Gebühren von über 5 Prozent der Summe, erhalten durch die Kontroverse um die Löschung zusätzliche Aufmerksamkeit und Reichweite und erreichen auch die Leute, die Kickstarter von Anfang an skeptisch gegenüberstanden.</p>
<p style="font-weight: 400;">
Am Wochenende wissen wir mehr. Wie immer werden wir das Beste aus der Situation machen und alternative Finanzierungsmöglichkeiten vorbereiten. <strong>Der Comic wird erscheinen!</strong></p>
<p style="font-weight: 400; text-align: center;"><strong>Dresden – Im Feuersturm<br />
</strong></p>
<div class="video-shortcode"><iframe class="fusion-hidden" data-privacy-type="youtube" src="" title="Dresden – Im Feuersturm: Ein Comic gegen das Vergessen" width="1280" height="720" data-privacy-src="https://www.youtube.com/embed/K8eaMqpdwyU?feature=oembed" frameborder="0" allow="accelerometer; autoplay; clipboard-write; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture; web-share" referrerpolicy="strict-origin-when-cross-origin" allowfullscreen></iframe></p>
<div class="fusion-privacy-placeholder" style="width:1280px; height:720px;" data-privacy-type="youtube">
<div class="fusion-privacy-placeholder-content">
<div class="fusion-privacy-label">Aus datenschutzrechtlichen Gründen benötigt YouTube Ihre Einwilligung um geladen zu werden. Mehr Informationen finden Sie unter <a class="privacy-policy-link" href="https://hydra-comics.de/datenschutzerklaerung/" rel="privacy-policy">Datenschutzerklärung</a>.</div>
<p><button data-privacy-type="youtube" class="fusion-button button-default fusion-button-default-size button fusion-privacy-consent">Akzeptieren</button></div>
</div>
</div>
<p style="font-weight: 400; text-align: center;"><strong> </strong></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://hydra-comics.de/kickstarter-will-loeschen/">Kickstarter will unser Dresden-Projekt löschen</a> erschien zuerst auf <a href="https://hydra-comics.de">Hydra Comics</a>.</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Was für ein Ritt</title>
		<link>https://hydra-comics.de/was-fuer-ein-ritt/?utm_source=rss&#038;utm_medium=rss&#038;utm_campaign=was-fuer-ein-ritt</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[hydra]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 25 May 2021 10:59:55 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Cancel Culture]]></category>
		<category><![CDATA[Comic-News]]></category>
		<category><![CDATA[HYDRA-News]]></category>
		<category><![CDATA[Sonstiges]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://hydra-comics.de/?p=3263</guid>

					<description><![CDATA[<p>Der 25. November 2020, der 50. Todestag der Jahrhundertgestalt Yukio Mishima, war der offizielle Start unseres nonkonformen Comicverlags und der Beginn eines einzigartigen Projekts. Wir wussten, dass wir eine riesige Lücke in der deutschen Comicszene schließen würden, aber dass nach sechs Monaten jeder in der Szene HYDRA COMICS kennt und entweder respektiert oder abgrundtief verachtet,</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://hydra-comics.de/was-fuer-ein-ritt/">Was für ein Ritt</a> erschien zuerst auf <a href="https://hydra-comics.de">Hydra Comics</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Der 25. November 2020, der 50. Todestag der Jahrhundertgestalt <a href="https://hydra-comics.de/produkt-kategorie/yukio-mishima/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Yukio Mishima</a>, war der offizielle Start unseres nonkonformen Comicverlags und der Beginn eines einzigartigen Projekts. Wir wussten, dass wir eine riesige Lücke in der deutschen Comicszene schließen würden, aber dass nach sechs Monaten jeder in der Szene HYDRA COMICS kennt und entweder respektiert oder abgrundtief verachtet, hätten wir nicht gedacht.</p>
<h3><strong>Linksliberale Geburtshelfer</strong></h3>
<p>Warum wir HYDRA COMICS gegründet haben, dürfte bekannt sein. Wer es noch nicht weiß, kann es <a href="https://hydra-comics.de/verlag/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">hier nachlesen</a>. Kurz gesagt: Wir wollen einfach die Comics machen, die uns gefallen – ganz ohne aufgezwungene Ideologien. <strong>Comics, aber normal.</strong></p>
<p>Dass die kleine, laute Blase an „woken“ Szenevertretern jammern wird, war uns klar und vollkommen egal. Aber dass sie zu unseren besten PR-Leuten mutieren, war nicht eingeplant. Am 23. Februar veröffentlichte der Blogger Emanuel Brauer <a href="https://www.bizzaroworldcomics.de/2021/02/statement-zur-neuen-comixene-ausgabe/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">ein Statement</a> und schrieb, dass er nicht mehr bereit ist für das wichtigste Comicfachmagazin, <a href="https://www.comixene.com/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">die <em>Comixene</em></a>, zu schreiben, weil im Heft #138 auf unser <a href="https://hydra-comics.de/produkt/hydra-comics-1-politisch-unkorrekte-bildgeschichten/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">erstes Comic</a> und unsere bloße Existenz hingewiesen wurde. Brauer, der anscheinend die letzten 20 Jahren Kommunikationswissenschaften und jede bisherige Diskussion im Internet verschlafen hat, trat damit eine Welle der Aufregung und Solidarität los. Viele alte Szenegrößen hätten sich wohl nie mit unserem Projekt beschäftigt und solidarisiert, wenn es nicht den von Brauer und seinem kleinen Umfeld initiierten Shitstorm gegen die <em>Comixene</em> geben hätte. Das zweitwichtigste deutschsprachige Comicmagazin, <em>Alfonz – der Comicreporter</em>, fasst den ganzen Vorgang in seiner aktuellen Printausgabe (2/2021) im Artikel „Die Asozialen Medien“ zusammen und unterstellt den keifenden linksliberalen Dauerbesorgten, dass auch finanzielle Interessen bei dem sehr lauten Verkünden von besonders „woken“ Positionen eine Rolle spielen könnten und man das Anwachsen der Patreon- und PayPal-Konten immer fest im Blick hat. Eine interessante Schlussfolgerung. Viele Links, Post und Podcasts zu dem ganzen Vorgang findet ihr auf <a href="https://t.me/hydracomicsDD" target="_blank" rel="noopener noreferrer">unserem Telegram-Kanal</a>.</p>
<h3><strong>Cancel Culture und ihre Grenzen</strong></h3>
<p><img decoding="async" class="alignright size-full wp-image-2664" src="https://hydra-comics.de/wp-content/uploads/2020/12/Comics-vs-Gleichschaltung.png" alt="" width="189" height="217" />Am liebsten wäre es den bigotten Schreihälsen, wenn wir wieder verschwinden oder zumindest überall verbannt werden würden – doch über diesen Punkt sind wir schon lange hinaus. Denn am Ende haben wir die Kunstfreiheit auf unserer Seite – und es geht verdammt nochmal auch nur um Comics. Ironie pur, dass gerade vermeintlich Linke nach einem neuen „<a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Comics_Code" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Comics Code</a>“ (Zensurbehörde der Comicindustrie von 1954 bis 2011) schreien.</p>
<p>Sie stehen vor dem gleichen Problem wie alle Verfechter der Cancel Culture: Entweder fordert man den kompletten Ausschluss bestimmter Künstler und thematisiert das immer wieder öffentlich („Das darfst du nicht!“/“Das muss Folgen haben!“/“RAUSCHMEISSEN!“) oder man verhält sich öffentlich zurückhaltend, was der anderen Seite aber die Freiheit lässt, ihrer Arbeit nachzugehen.</p>
<p>Fakt ist: Unserem <a href="https://hydra-comics.de/verlag/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Gründungsauftrag</a> sind wir bereits jetzt gerecht geworden und werden weiter an einer Comic- und Kunstszene arbeiten, in der das Talent eines Menschen über einer vom Mainstream verordneten Ideologie steht.</p>
<p>&nbsp;</p>
<h3><strong>Was bisher geschah…</strong></h3>
<p><img decoding="async" class="alignleft size-medium wp-image-1784" src="https://hydra-comics.de/wp-content/uploads/2020/06/hydra_person-169x300.jpg" alt="" width="169" height="300" srcset="https://hydra-comics.de/wp-content/uploads/2020/06/hydra_person-169x300.jpg 169w, https://hydra-comics.de/wp-content/uploads/2020/06/hydra_person-200x356.jpg 200w, https://hydra-comics.de/wp-content/uploads/2020/06/hydra_person-400x711.jpg 400w, https://hydra-comics.de/wp-content/uploads/2020/06/hydra_person.jpg 450w" sizes="(max-width: 169px) 100vw, 169px" />Zwei eigene Produktionen haben wir bereits auf den Weg gebracht – <a href="https://hydra-comics.de/produkt/hydra-comics-1-politisch-unkorrekte-bildgeschichten/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">HYDRA COMICS #1</a> und den Comicroman <a href="https://hydra-comics.de/produkt/comicroman-yukio-mishima-der-letzte-samurai/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Yukio Mishima – Der letzte Samurai</a> – eine weitere ist <a href="https://hydra-comics.de/staatlich-zensierte-comics/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">bereits zensiert</a>. Wir haben in unserem Shop nonkonforme Comicverlage zusammengefasst – aktuell mit den Comics von <a href="https://hydra-comics.de/produkt/der-vigilant-jahr-2022-zonfeld-comics/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Zonefeld Comics</a> und dem <a href="https://hydra-comics.de/produkt/die-abenteuer-von-la-banda-reconquista-3-2-1-peng-deutsche-ausgabe/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Sprengmeister Verlag</a> – und in den nächsten Tagen kommt noch ein weiterer Verlag hinzu.</p>
<p>Wir haben die Arbeit mit <a href="https://hydra-comics.de/originale/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Nachwuchskünstlern</a> aufgenommen und gerade unsere <a href="https://hydra-comics.de/produkt-kategorie/kunstdrucke/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">zweite Kunstdruckreihe</a> auf den Markt gebracht, die neuen Talenten die Möglichkeit für Veröffentlichungen bietet. Bald starten wir auch den Verkauf von Originalen, mit dem Ziel, denen eine Plattform zu bieten, die trotz aller gesellschaftlicher Widerstände nonkonforme Kunst zu ihrem Lebensinhalt gemacht haben.</p>
<p>Zudem bieten wir <a href="https://hydra-comics.de/category/comicforschung/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">alternativen Comicforschern</a> die Möglichkeit, abseits des Mainstreams zu arbeiten und zu veröffentlichen.</p>
<h3><strong>Das erwartet euch</strong></h3>
<p>Wir sind noch immer überrascht und begeistert darüber, wie viele Reaktionen wir bei Künstlern, Gelegenheitslesern und fanatischen Nerds hervorgerufen haben und endschuldigen uns auch, wenn wir nicht immer alles schnell bearbeiten können – denn HYDRA COMICS ist ein Freizeitprojekt vieler liebenswerter, engagierter Köpfe. <strong>(Danke an alle Menschen, die den Laden am Laufen halten!)</strong></p>
<p><strong>Derzeit arbeiten wir an fünf (!) weiteren europäischen Lizenztiteln und zwei eigenen Heften, wovon eins natürlich HYDRA COMICS #2 ist.</strong> Wir werden dabei weiterhin zwei Strategien verfolgen: Einerseits nonkonforme Comics für jedermann produzieren und andererseits Comicromane veröffentlichen, die vergessene Geschichten erzählen und allem widersprechen, was der Zeitgeist uns vorschreiben will. Wir haben für euch ein paar Comicperlen ausgegraben und hoffen, dass unsere wachsende Leserschaft diese schätzen wird.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>Es waren irre sechs Monate und wir haben Lust auf mehr davon. Einige von uns erfüllen sich mit diesen Comics und Kunstprojekten einen langgehegten Traum. Wer uns auf dieser Reise begleiten will, der kann sich </strong><a href="https://hydra-comics.de/unterstuetzen/"><strong>hier</strong></a><strong> melden und ein weiterer Kopf unserer Hydra werden.</strong></p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Dresden, 25. Mai 2021</p>
<p>Excelsior,</p>
<p>Eure Mannschaft von HYDRA COMICS</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://hydra-comics.de/was-fuer-ein-ritt/">Was für ein Ritt</a> erschien zuerst auf <a href="https://hydra-comics.de">Hydra Comics</a>.</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Staatlich zensierte Comics</title>
		<link>https://hydra-comics.de/staatlich-zensierte-comics/?utm_source=rss&#038;utm_medium=rss&#038;utm_campaign=staatlich-zensierte-comics</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[hydra]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 22 Mar 2021 17:57:37 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Cancel Culture]]></category>
		<category><![CDATA[Comic-News]]></category>
		<category><![CDATA[HYDRA-News]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://hydra-comics.de/?p=3006</guid>

					<description><![CDATA[<p>+++ Nach der Zensur eines Videospiels darf das Comic zum Spiel nur ins goldene Ausland oder an Erwachsene verkauft werden. Auch HYDRA COMICS #1 ist betroffen. +++ In der letzten Woche wurde bekannt, dass die Bundesprüfstelle für jugendgefährdende Medien ein patriotisches Videospiel zensiert hat, dessen Namen in Deutschland nicht mehr von allen ohne Probleme genannt</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://hydra-comics.de/staatlich-zensierte-comics/">Staatlich zensierte Comics</a> erschien zuerst auf <a href="https://hydra-comics.de">Hydra Comics</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>+++ Nach der Zensur eines Videospiels darf das Comic zum Spiel nur ins goldene Ausland oder an Erwachsene verkauft werden. Auch HYDRA COMICS #1 ist betroffen. +++<span id="more-3006"></span></p>
<p>In der letzten Woche <a href="https://www.einprozent.de/blog/intern/unser-computerspiel-wurde-indiziert/2794" target="_blank" rel="noopener noreferrer">wurde bekannt</a>, dass die Bundesprüfstelle für jugendgefährdende Medien ein patriotisches Videospiel zensiert hat, dessen Namen in Deutschland nicht mehr von allen ohne Probleme genannt werden darf – von den österreichischen Entwicklern und alternativen Medien aber schon. Klingt komisch – ist aber so.</p>
<p><iframe src="https://www.frei3.de/embed/001e4cde-31ba-495d-85f2-bb6690558b8a" width="640" height="360" allowfullscreen="allowfullscreen"></iframe></p>
<p>So hatten die <a href="https://www.tagesstimme.com/2021/03/18/heimat-defender-bundespruefstelle-indiziert-rechtes-pc-spiel" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Tagesstimme</a>, die <a href="https://jungefreiheit.de/politik/deutschland/2021/jugendgefaehrdend-heimat-defender-index/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Junge Freiheit</a> und das <a href="https://www.compact-online.de/computer-spiel-heimat-defender-indiziert-interview-mit-philip-stein-ein-prozent/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Compact-Magazin</a> über die Indizierung berichtet.</p>
<h3><strong>Verfassungsschutz und BKA stecken hinter der Zensur</strong></h3>
<p>Absurd ist, dass die Zensur auf Anregung einer Abteilung des Bundeskriminalamts vorgenommen wurde. Konkret war es laut Presseberichten eine IT-Abteilung, die vom Bundesamt für Verfassungsschutz geführt wird – also jenem unrühmlichen Inlandsgeheimdienst, dem <a href="https://www.einprozent.de/blog/recherche/neue-vs-strategien-und-der-syrien-schwindel/2726" target="_blank" rel="noopener noreferrer">laut einer Umfrage</a> von Infratest nur 42 Prozent der Ostdeutschen und 51 Prozent der Westdeutschen vertrauen.</p>
<p>Mit der Zensur des Videospiels, die übrigens ohne eine Information an die Macher und, völlig unüblich, in deren Abwesenheit beschlossen wurde, ist auch der Comic zum Spiel plötzlich eine verruchte Bildgeschichte für Erwachsene – an der auch Autoren unserer HYDRA mitgewirkt haben.</p>
<p>Wer es bestellen möchte, darf entweder nicht aus Deutschland kommen oder muss nachweisen, dass er erwachsen ist. <a href="https://hydra-comics.de/produkt/comic-zu-einem-zensierten-videospiel-ab-18-jahren-o-nur-fuers-ausland/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Hier erfahrt ihr mehr</a>.</p>
<h3><strong>Aufgepasst: So trifft es HYDRA COMICS #1</strong></h3>
<p>Durch die Zensur durch den „freiesten Staat auf deutschem Boden“ müssen wir den Hinweis auf das verbotene Videospiel in HYDRA COMICS #1 wirksam unkenntlich machen.</p>
<p><strong>Das heißt: HYDRA COMICS #1 gibt es jetzt in einer zensierten und einer unzensierten Version.</strong> Wer das Hefte <u>unzensiert</u> haben möchte, der muss uns nachweisen, dass er über 18 Jahre alt ist (mit einer Ausweis- oder Führerscheinkopie) oder man muss aus dem Ausland kommen.</p>
<p>Alle, die HYDRA COMICS #1 unzensiert ihr Eigen nennen, beglückwünschen wir bereits jetzt zu diesem wertvollen Sammlergegenstand aus einer völlig durchgedrehten Zeit.</p>
<p><strong>Es bleibt nur die Erkenntnis: wer Kunst und Kultur schafft, die so viele Gegner ärgert und mobilisiert, der muss etwas richtig gemacht haben.</strong></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://hydra-comics.de/staatlich-zensierte-comics/">Staatlich zensierte Comics</a> erschien zuerst auf <a href="https://hydra-comics.de">Hydra Comics</a>.</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Friss oder stirb: Wie die Comicszene auf Linie gebracht werden soll</title>
		<link>https://hydra-comics.de/friss-oder-stirb-wie-die-comicszene-auf-linie-gebracht-werden-soll/?utm_source=rss&#038;utm_medium=rss&#038;utm_campaign=friss-oder-stirb-wie-die-comicszene-auf-linie-gebracht-werden-soll</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[hydra]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 03 Mar 2021 09:06:16 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Cancel Culture]]></category>
		<category><![CDATA[Comic-News]]></category>
		<category><![CDATA[Comicforschung]]></category>
		<category><![CDATA[HYDRA-News]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://hydra-comics.de/?p=2917</guid>

					<description><![CDATA[<p>Von Franz Rheinberger Dass Hydra Comics für Schnappatmung im kleinen linksliberalen Teil der deutschen Comicszene sorgen würde war von vornherein klar und manchmal verdient diesen Schnappen nach Luft ein Festhalten in einer ruhigen, aber nie vollständigen Momentaufnahme. Findige Leser der Social Media Aktivitäten von Hydra Comics wissen bereits worum es geht – schaut einfach regelmäßig</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://hydra-comics.de/friss-oder-stirb-wie-die-comicszene-auf-linie-gebracht-werden-soll/">Friss oder stirb: Wie die Comicszene auf Linie gebracht werden soll</a> erschien zuerst auf <a href="https://hydra-comics.de">Hydra Comics</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Von <a href="https://twitter.com/newrheinberger" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Franz Rheinberger</a></p>
<p>Dass Hydra Comics für Schnappatmung im kleinen linksliberalen Teil der deutschen Comicszene sorgen würde war von vornherein klar und manchmal verdient diesen Schnappen nach Luft ein Festhalten in einer ruhigen, aber nie vollständigen Momentaufnahme. Findige Leser der Social Media Aktivitäten von Hydra Comics wissen bereits worum es geht – schaut einfach regelmäßig auf <a href="https://twitter.com/comicshydra" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Twitter</a>, <a href="https://www.instagram.com/hydra_comics_ausDD/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Instagram</a>, <a href="https://t.me/hydracomicsDD" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Telegram</a>, <a href="https://gab.com/Hydra_Comics" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Gab</a> und/oder <a href="https://www.facebook.com/HydraComicsDE" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Facebook</a> vorbei, weil der ganze Rassel munter weiter tobt. Die »extreme Dünnhäutigkeit« der linken Szene, von der Caroline Fourest in »Generation Beleidigt« schreibt,[1] hat sich in der Reaktion auf die »Comixene – Fachmagazin Comic + Cartoon« gezeigt, welche im aktuellen Heft 138, wie in jeder Ausgabe, über Neuigkeiten und Interessantes aus der Comicszene berichtet und dort Hydra Comics als Neuen Comicverlag vorstellte. Es sind nur wenige Zeilen, die u.a. knapp und ohne die üblichen Plattitüden die Ziele des Hydra Comics Verlags aufzählen. So wird betont, dass »ein atemberaubendes <a href="https://hydra-comics.de/produkt/hydra-comics-1-limitiertes-variant-cover-von-wolf-pms/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Variantcover</a>« – dieses ist es wahrlich – von <a href="https://hydra-comics.de/originale/wolfpms/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Wolf PMS</a> für die erst Ausgabe von Hydra Comics beigesteuert wurde, und dass »das Thüringer Nachwuchstalent <a href="https://hydra-comics.de/originale/remata/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Remata&#8217;Clan</a>«, »ganz traditionell mit Farbe und Pinsel seine erste Comicseite« anfertigte.[2] Diese kurze Neuigkeit reichte jedoch bereits aus, sich von der Comixene zu distanzieren.</p>
<p>Emanuel Brauer, der auch Beiträge für die Comixene beisteuerte, erklärte in kryptischen Zeilen auf seinem Blog, dass er einen Beitrag – er erwähnt nicht um welchen Beitrag es geht – nicht mit seinen »moralischen noch ethischen Prinzipien« vereinen kann und zukünftig nichts mehr verfassen wird. Besonders »der bisher nüchterne Umgang«, mit dem Thema, »enttäuscht« Brauer »maßlos.«[3] Da also keine sachlicher Umgang gewünscht ist, wird lieber ein hypermoralisches Gekreische angestimmt, welches jene »narzisstische und neurotische Generationen hervor[bringt], deren Wut auf Andersdenkende dank der sozialen Netzwerke noch verstärkt wird«, so Fourest.[4]</p>
<p>Dieses verstärken zeigte sich sehr gut im »Tugend-Schaufenster Twitter«,[5] weil dort schnell die üblichen geistlosen Phrasen »gegen rechts« abgefeuert wurden.[6] So beklagt ein Nutzer, die Comixene hätte »einen positiv lobenden und ungefilterten Kurzartikel« zu Hydra Comics veröffentlicht; heißt, dass man nicht tausendfach das Wort »Nazi« in den Artikel gestopft hat; ein anderer infantiler Nutzer ist »echt sauer und enttäuscht«; eventuell kommt der nervige »Comic sind bunt«-Schrott – was ohnehin ein bizarres Statement ist wenn es um Comics geht und gleichzeitig eine Abwertung der schwarz-weiß-Erzeugnisse innerhalb der Neunten Kunst verkörpert – nicht bei allen so vortrefflich an, wie einige vermuten; auch die »akademischen Eliten« der sogenannten »Comicforschung« hätscheln wieder das »kulturelle Sektierertum«, so wie es auch Fourest ausführt.[7] Weiterhin macht der deutschsprachige Splitter Verlag, angestachelt von Brauer, unmissverständlich deutlich, dass Comixene mit dem Stopp seiner Anzeigen rechnen muss, wenn man sich nicht wieder vollständig der herrschenden Klasse unterordnet, der regelmäßig im Tagesspiegel schreibende Comickünstler Bela Sobottke, der auch schon mal von »ausrotten« phantasiert wenn es um »Nazis« geht,[8] sieht es ähnlich wie andere, dass »eine rote Linie überschritten« wurde, wohingegen der linke Comiczeichner Nic Klein gerne sein beigesteuertes Cover (eine Hommage an die Comicserie Malcolm Max – dessen 5. Teil leider immer noch auf sich warten lässt) für die Comixene 138 zurückziehen würde. Währenddessen stellt das Comictalk Format seine Kooperation mit Comixene bis auf weiteres ein, weil sich nicht deutlich genug von einer »offen oder popkulturell getarnt[en]« »diskriminierenden Ideologie« distanziert wurde; eventuell schaut man noch mal seine Hauseigene Episode 13 zum Fall vom schwulen Comiczeichner Ralf König an, wo Hella von Sinnen, mit dem gleichen sprachlichen Duktus der herrschenden linksliberalen Comicszene ausgestattet, die »diskriminierende Ideologie« von Teilen der LGBT-Bewegung, darunter fallen auch eindeutig die »woken« Sympathisanten, mit einer »Pseudo-Schere im Kopf« beschrieb, »die aber eigentlich faschistoid konnotiert ist.«[9] So gehen die Reaktionen auf die Comixene <em>ewig</em> weiter. An diesen ganzen hier bruchstückhaft aufgezeigten phrasenhaften Aussagen und den dazugehörigen Verhaltensmustern, zeigt sich ziemlich offen die Kontinuität der herrschenden linksliberalen Ideologie, keine kritischen Stimmen neben sich zu dulden.</p>
<p><img decoding="async" class="aligncenter wp-image-2926 size-medium" src="https://hydra-comics.de/wp-content/uploads/2021/03/SplitterDroht-300x227.png" alt="" width="300" height="227" srcset="https://hydra-comics.de/wp-content/uploads/2021/03/SplitterDroht-200x152.png 200w, https://hydra-comics.de/wp-content/uploads/2021/03/SplitterDroht-300x227.png 300w, https://hydra-comics.de/wp-content/uploads/2021/03/SplitterDroht-400x303.png 400w, https://hydra-comics.de/wp-content/uploads/2021/03/SplitterDroht-500x379.png 500w, https://hydra-comics.de/wp-content/uploads/2021/03/SplitterDroht-600x455.png 600w, https://hydra-comics.de/wp-content/uploads/2021/03/SplitterDroht-700x530.png 700w, https://hydra-comics.de/wp-content/uploads/2021/03/SplitterDroht-768x582.png 768w, https://hydra-comics.de/wp-content/uploads/2021/03/SplitterDroht-800x606.png 800w, https://hydra-comics.de/wp-content/uploads/2021/03/SplitterDroht-1024x776.png 1024w, https://hydra-comics.de/wp-content/uploads/2021/03/SplitterDroht.png 1164w" sizes="(max-width: 300px) 100vw, 300px" /></p>
<h6 style="text-align: center;">Screenshot von Twitter: Der Splitter-Verlag droht. Das ist der aktuelle Umgang mit Abweichlern.</h6>
<p style="text-align: left;">Gerade Anzeigen und Werbung sind für solche Magazine sehr wichtig, womit das gesamte Bild schon Richtung »Existenzvernichtungsphantasien« geht, von denen der Nordkurier in einem ähnlich gelagerten Fall schrieb, welcher ebenfalls auf Twitter entbrannte.[10] »Es sind [d]ie Eiferer auf Twitter«, schrieb Fatina Keilani indessen im Tagesspiegel, sie »halten sich für die besseren Menschen, sind dabei aber gnadenlos intolerant.« Denn jene, so Keilani weiter, »meinungsstarke Gruppe ist eine Gefahr für die Pressefreiheit, davon bin ich inzwischen überzeugt.«[11] Es wurde deutlich, ist aber auch bekannt, was die linksliberale Comicszene unter Pressefreiheit versteht, aber was eben auch herrschende Pressefreiheit bedeutet – noch mal angemerkt, es war nur eine kurze Neuigkeit zu Hydra Comics. Zudem kann schließlich nicht jeder, wie die sogenannte »Comicforschung« für ein Symposium zum Thema »Race, Class, Gender &amp; Beyond – intersektionale Ansätze der Comicforschung« von der Volkswagen Stiftung eine Förderung von über 30.000 Euro bekommen, während das VW Tochterunternehmen MAN ca. 3.500 Arbeitsplätze in Deutschland abbaut, darunter die Rasur von 150 Stellen im sächsischen Plauen. »Darauf haben sich Vorstand und Betriebsrat des Unternehmens nach monatelangem Streit geeinigt«, so ZEIT Online.[12] Für die finanzielle Förderung solcher Symposien stehen VW also Mittel zur Verfügung, während die ihr zuzurechnenden Arbeiter sehen müssen wo sie bleiben. Die Verknüpfung der Klassenfrage und der sozialen Frage der Arbeiter mit den popkulturellen Sphären einer Comicforschung, also die Situation der Arbeiter analytisch mit Comics zu unterfüttern wird eher zweitrangig behandelt, obwohl dies ein interessanter Ansatz wäre.[13] Das herrschende System kann aber auch an solcher Kritik kein Interesse haben und kann sich auf seine linksliberalen Steigbügelhalter stets verlassen, die jeden Kritiker mundtot machen und deswegen auch ihre verdiente Zuwendung erhalten.</p>
<p>Ironisch wird es zudem dadurch, dass innerhalb der Neuigkeiten des gleichen Hefts 138 erwähnt wird, dass man heute bei Asterix »nicht mehr so leicht mit Klischees über ein Land spielen [kann] wie dies früher der Fall gewesen sei« und »fast ein Wörterbuch« braucht, damit man weiß, »worüber man Witze machen darf.«[14] Man engt also jene Kunst bewusst weiter ein, ignoriert und/oder verunglimpft sämtliche Kritik und setzt als Teil der »herrschende[n] Klasse«, so wie es Rolf Peter Sieferle in »Das Migrationsproblem« erwähnt, »gewissermaßen kulturelle Patina« an.[15] Diese Patina dient dann als Panzer, den Andere als zu eng empfinden und ihn nicht nur aus diesem Grund aufbrechen wollen. Die damit verbundene Willkür jemanden einzuzwängen, von dem man auch nur glaubt er schere unabsichtlich und/oder absichtlich aus, kann fast jeden treffen, nur weil die herrschende Klasse ständig neuer Feinde bedarf. Denn ob die Blätter für deutsche und internationale Politik in Zukunft den Beitrag der taz-Journalistin Heike Holdinghausen löschen, weil sie Sieferle mit seinen »unterirdischen Wälder[n]« die »ausgebeutet« werden keinesfalls in einem negativen Kontext zitiert, wird die Zukunft zeigen.[16]</p>
<p>Dass in der Comixene regelmäßig Beiträge einflossen, die dem unwissenschaftlichen Thema Gender Platz verschafften und/oder modernen Feminismus pflegten, spielt nun alles keine Rolle mehr, weil man ein paar knappe Worte zu Hydra Comics, ohne Diffamierung, geschrieben hatte.[17] Dies verdeutlicht auch der Twitteraccount der Comixene, der (noch) von einem freiwilligen Mitarbeiter betrieben wird, in einer »erbärmlichen« Reaktion, der solche früheren linksliberalen Beiträge einfach ignoriert.[18] Dieser Mitarbeiter schreibt in üblicher infantiler Manier, »dass ALLE Menschen friedlich gemeinsam leben können«, »alle« meint jedoch stets nur die eigene linksliberal Szene unter Ausschluss jener die als »Nazis« bezeichnet werden, weil jene es wagen in der Welt kein großes rosa-rotes Utopia zu sehen, sondern die sozialen und gesellschaftlichen Missstände auch mit Hilfe des popkulturellen Mediums Comics aufzeigen, aber auch <em>anders </em>unterhalten wollen.</p>
<p>Mittlerweile hat sich natürlich auch der Chefredakteur der Comixene wieder reumütig eingereiht und einen Hintergrundbericht für die nächste Ausgabe, Heft 139, angekündigt, was übrigens die linksliberale Comicszene nicht zufriedenstellt. Schließlich war es durchaus interessant, dass der Betreiber des Comixene Twitteraccounts zuvor schon angedeutet hatte, dass die Kritik auf den Hydra Comics Beitrag von dem Chefredakteur eher abgewunken wurde, und nun soll ein Bericht folgen, der jedoch nicht hilfreich wäre, so die Auffassung der meisten Linken. Schließlich will man Hydra Comics, dessen Name bloß nicht erwähnt werden soll und darf, keinesfalls eine weitere Plattform geben. Man ist schon tief gesunken, wenn selbst das linksliberale Medium ZEIT Online folgende Worte schreibt – im Kern natürlich nur heuchelt: »Wenn Medien nicht mehr in der Lage sind, partei- und lagerübergreifend einen Austausch zu organisieren und stattdessen darauf setzen, möglichst störungsfrei die eigene politische Klientel zu bedienen, dann betreiben auch sie die Spaltung der Gesellschaft – und am Ende die der eigenen Leserschaft.«[19] Die Leserschaft scheint sich aber in diesem Fall recht einig zu sein, dass man Hydra Comics keine Plattform gibt. Wahrscheinlich wird der Artikel, wenn er dann kommt, auf dem gleichen niedrigen geistigen Niveau der bisherigen Ausführungen eines Antifainfoblattes oder ähnlicher Erzeugnisse sein und nachdem man gelesen hat, was die linksliberale Comicszene so vom Stapel lässt, darf man keine großer Erwartungen hegen. Trotzdem werden wir amüsiert die nächste Runde erwarten; wenn allein die bloße Existenz solche Schnappatmung auslöst, was soll erst passieren, wenn man sich weiter ausdehnt? Wir werden immerhin weiter an uns arbeiten. Von der linksliberalen Comicszene erwarten wir indessen keine kritische Selbstreflexion und ob wir deren Gefühle verletzen ist uns vollkommen egal.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>[1]    Fourest, Caroline: Generation beleidigt, Von der Sprachpolizei zur Gedankenpolizei, Überden Wachsenden Einfluss linker Identitärer, aus dem Französischen von Alexander Carstiuc, Mark Feldon, Christoph Hesse, Berlin 2020, S. 101.</p>
<p>[2]    Info-Szene. In: Comixene, Heft 138, 49. Jg. 2021, S. 20-23, hier S. 22.</p>
<p>[3]    Vgl. https://twitter.com/ComicsHydra/status/1364489396716716032</p>
<p>[4]    Fourest, Generation, S. 112f.</p>
<p>[5]    Mladek, Jürgen: Der Nordkurier erscheint weiter ohne Haltungs-Disclaimer. In: Nordkurier.de vom 31. Januar 2021, <a href="https://www.nordkurier.de/politik-und-wirtschaft/der-nordkurier-erscheint-weiter-ohne-haltungs-disclaimer-3142267001.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer">https://www.nordkurier.de/politik-und-wirtschaft/der-nordkurier-erscheint-weiter-ohne-haltungs-disclaimer-3142267001.html</a></p>
<p>[6]    Folgende Zitate sind Twitter entnommen. Eine kleine Übersicht lieferte auch die Tagesstimme, vgl. Schernthaner, Julian: In der Szene ist der Teufel los. In: Tagesstimme.com vom 25. Februar 2021, <a href="https://tagesstimme.com/2021/02/25/patriotische-comicmacher-als-zankapfel-in-der-szene-ist-der-teufel-los">https://tagesstimme.com/2021/02/25/patriotische-comicmacher-als-zankapfel-in-der-szene-ist-der-teufel-los</a></p>
<p>[7]    Fourest, Generation, S. 58.</p>
<p>[8]    Vgl. Rheinberger, Franz: Comicforschung: Der Vigilant – eine Replik auf die Lücken im Alfonz – Comicreporter. In: Hydra Comics Blog vom 18. November 2020, <a href="https://hydra-comics.de/comicforschung-der-vigilant-eine-replik-auf-die-luecken-im-alfonz-comicreporter/">https://hydra-comics.de/comicforschung-der-vigilant-eine-replik-auf-die-luecken-im-alfonz-comicreporter/</a></p>
<p>[9]    Wenn man das Problem nicht Antifaschismus nennen will, vgl. Comictalk, Episode 13 vom 2. August 2019, <a href="https://dercomictalk.de/2019/10/09/comic-talk-13/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">https://dercomictalk.de/2019/10/09/comic-talk-13/</a></p>
<p>[10]  Mladek, Haltungs-Disclaimer.</p>
<p>[11]  Keilani, Fatina: Was ich erlebte, als ich über Antirassismus schrieb. In: Tagesspiegel.de vom 22. Januar 2021, <a href="https://www.tagesspiegel.de/meinung/im-shitstorm-was-ich-erlebte-als-ich-ueber-antirassismus-schrieb/26843724.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer">https://www.tagesspiegel.de/meinung/im-shitstorm-was-ich-erlebte-als-ich-ueber-antirassismus-schrieb/26843724.html</a></p>
<p>[12]  ZEIT Online, dpa, ale: MAN baut 3.500 Stellen in Deutschland ab. In: ZIET Online vom 26. Januar 2021, <a href="https://www.zeit.de/wirtschaft/unternehmen/2021-01/man-lkw-hersteller-sachsen-plauen-stellenabbau-deutschland-oesterreich" target="_blank" rel="noopener noreferrer">https://www.zeit.de/wirtschaft/unternehmen/2021-01/man-lkw-hersteller-sachsen-plauen-stellenabbau-deutschland-oesterreich</a></p>
<p>[13]  Vgl. Rheinberger, Franz: Gramsci goes Pop. In: Jungeuropa Blog vom 9. Juni 2020, <a href="https://podcast.jungeuropa.de/gramsci-goes-pop/">https://podcast.jungeuropa.de/gramsci-goes-pop/</a></p>
<p>[14]  Comixene, Heft 138, S. 22.</p>
<p>[15]  Sieferle, Rolf Peter: Das Migrationsproblem, Über die Unvereinbarkeit von Sozialstatt und Masseneinwanderung, 5. Aufl., (Werkreihe TUMULT, Bd. 1) Dresden 2017, S. 61.</p>
<p>[16]  Holdinghausen, Heike: Verdörrt und vernutzt: Das Drama des Waldes. In: Blätter für deutsche und internationale Politik, Heft 9, 65. Jg. 2020, S. 9-12, hier S. 9, Fußnote 1.</p>
<p>[17]  Zum Thema Gender, vgl. Pfalzgraf, Markus: Das Jahr der Transidentitäten. In: Comixene, Heft 137, 48. Jg. 2020, S. 82f.; Aus dem Fall des schwulen Künstlers Ralf König, dessen Karikaturen von der schwulen Community angegriffen wurden, hat die linksliberale Comicszene, wenn wundert es, keine selbstkritischen Schlüsse gezogen, vgl. Bandle, Rico: Angriff auf die Knollennasen. In: Comixene, Heft 132, 47. Jg. 2019, S. 6-8; vgl. Pfalzgraf, Markus: Zoff und Einigkeit. In: Comixene, Heft 132, S. 10.; Heft 127 der Comixene widmet sich komplett dem Thema »Frauen«, oft mit einem nervenden Einschlag, vgl. Schneider, Nora: Gehören Frauen in den Kühlschrank, Gender-Diskussionen in der US-Comicszene ein Überblick. In: Comixene, Heft 127 46. Jg. 2018, S. 22-25.; vgl. Pfalzgraf, Markus: Westcoast Woman. In: Comixene, Heft 127, S. 30-32.</p>
<p>[18]  Vgl. Fourest, Generation, S. 28.</p>
<p>[19]  di Lorenzo, Giovanni: Wofür stehen wir?. In: ZEIT Online vom 24. Februar 2021, <a href="https://www.zeit.de/2021/09/pressefreiheit-journalismus-gesellschaft-spaltung-politik/komplettansicht" target="_blank" rel="noopener noreferrer">https://www.zeit.de/2021/09/pressefreiheit-journalismus-gesellschaft-spaltung-politik/komplettansicht</a></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://hydra-comics.de/friss-oder-stirb-wie-die-comicszene-auf-linie-gebracht-werden-soll/">Friss oder stirb: Wie die Comicszene auf Linie gebracht werden soll</a> erschien zuerst auf <a href="https://hydra-comics.de">Hydra Comics</a>.</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Comicforschung: Der Vigilant – eine Replik auf die Lücken im Alfonz – Comicreporter</title>
		<link>https://hydra-comics.de/comicforschung-der-vigilant-eine-replik-auf-die-luecken-im-alfonz-comicreporter/?utm_source=rss&#038;utm_medium=rss&#038;utm_campaign=comicforschung-der-vigilant-eine-replik-auf-die-luecken-im-alfonz-comicreporter</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[hydra]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 18 Nov 2020 14:24:48 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Cancel Culture]]></category>
		<category><![CDATA[Comicforschung]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://hydra-comics.de/?p=2388</guid>

					<description><![CDATA[<p>Von Franz Rheinberger Bei dem Titel »Der Vigilant« kommt vielleicht manchem deutschen Comic-Fan zuerst der Cowboy Vigilante von DC Comics in den Sinn, welcher in der sehenswerten Trickfilm-Serie Justice League Unlimited (dt. Die Liga der Gerechten) u. a. in der Episode: »Task Force X« in Action bewundert werden konnte, in der er versuchte, das Selbstmordkommando</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://hydra-comics.de/comicforschung-der-vigilant-eine-replik-auf-die-luecken-im-alfonz-comicreporter/">Comicforschung: Der Vigilant – eine Replik auf die Lücken im Alfonz – Comicreporter</a> erschien zuerst auf <a href="https://hydra-comics.de">Hydra Comics</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Von Franz Rheinberger</p>
<p>Bei dem Titel »Der Vigilant« kommt vielleicht manchem deutschen Comic-Fan zuerst der Cowboy Vigilante von DC Comics in den Sinn, welcher in der sehenswerten Trickfilm-Serie Justice League Unlimited (dt. Die Liga der Gerechten) u. a. in der Episode: »Task Force X« in Action bewundert werden konnte, in der er versuchte, das Selbstmordkommando aufzuhalten. Der deutschsprachige Comic »Der Vigilant, Jahr 2022«, hat allerdings nichts mit dem Westernhelden der erwähnten Serie zu tun, sondern in jenem Comic-Heft wird versucht, dem Medium eine andere Stoßrichtung geben, um einen Protagonisten zu zeichnen, der, so die ersten Gedanken des Comic-Vigilanten: »eingreifen, korrigieren, richten« will. Er orientiert sich damit an bekannte Anti-Helden: Punisher, Judge Dredd oder Rorschach. Diese Stoßrichtung soll jedoch nicht als bloße »Provokation« ablaufen, wie es der Autor Eric Zonfeld, auf der Reaktionsseite vom »Vigilant« verkündet.</p>
<p>Die Zeichnungen der beiden bisher vorliegenden Hefte sind in Ordnung, auch wenn diese dem Stil geschuldet teilweise verwaschen wirken. Dieser Stil ist jedoch nicht ungewöhnlich, zumal man trotzdem in den Gesichtern jede Mimik ablesen kann. Der Inhalt der Hefte wirkt dagegen bisher ziemlich zielstrebig, verheißt bisher jedoch keine nennenswerte Innovation, die über Zonfelds kritisierte »Langeweile« der hiesigen Comic-Erzeugnisse hinausgeht. Etwas nur als »politisch unkorrekt« zu betrachten, um jenen strapazierten Begriff zu verwenden, reicht kaum als Innovation aus, wobei der Comic streckenweise tatsächlich lediglich eine überspitzte Wirklichkeit (»wirklichkeitsnahes«) abbildet. Es sind bisher aber auch nur zwei Hefte erschienen, das heißt, es kann sich noch einiges ändern. Denn durch fehlende Innovation würde sich das eigene gelegte Fundament ziemlich schnell verhärten und trotz Bearbeitung kaum von dem bisherigen vorhandenen Beton unterscheiden. Diese mangelnde Bereitschaft den verhärteten Beton zu durchbrechen, unterstreicht jedoch einmal mehr die Flexibilität der liberal-ökonomischen Hegemonie, welche es auch in Krisen-Situationen schafft, gewisse Gegenpositionen einzubinden. Der Comic zeigt im Grunde, auf seine eigentümliche Art und Weise, wie hart der Beton sogar noch im »Jahre 2021« ist. Denn auch dort sprudeln weiterhin »100 Millionen Euro für den Kampf gegen Rechtspopulisten«, wenn beispielsweise wieder islamische Terroristen irgendwen ermordet und/oder verletzt haben und im Sinn der üblichen Betroffenheitsfloskeln, die tiefliegenden Probleme der liberal-ökonomischen Hegemonie ausgeblendet werden können, damit der »moralische Weltmeister« Deutschland seinen »Hypermoralismus« nach wie vor als »Überbau zur wirtschaftlichen Globalisierung« nutzen kann, dessen »Rhetorik« durch »Alternativlosigkeit« getragen wird, wie es der Philosoph Alexander Grau beschrieb, was wiederum bei einer Form der »wirklichkeitsnahen« Abbildung, wie vom Comic-Autor ersonnen, wenig überraschend erscheint. Dennoch steckt gerade in dieser Darstellung die fehlende Innovation und darauf bezieht sich die Kritik. Jedoch entfaltet der Comic eine andere Wirkung, welche durchaus Risse verursacht und kurzfristige <em>herrschende</em> <em>Langweile</em> vertreibt.</p>
<p>Im Comicreporter Alfonz werfen nämlich die Mitarbeiter Thorsten Hanisch und Peter Lau auf die beiden Hefte jener »unsäglichen Serie« einen »nötigen kritischen Blick«, weil man in der Alfonz »kontroversen Themen […] weiterhin nicht aus dem Weg« gehen will, so die Ausführungen im Editorial. Die vorgeschobene kritische Auseinandersetzung zu jenen Heften ist natürlich sehr zu begrüßen, doch die Ausführungen der beiden Mitarbeiter sind eher karg, spiegeln aber einen gewissen herrschenden und führenden Zustand der Hegemonie wieder, weshalb der Beitrag der Alfonz durchaus eine Erwiderung vertragen kann: »Es wäre eine sträfliche Unterlassung, dazu keine deutlichen Worte zu verlieren«, um gewisse Defizite sichtbar zu machen, ohne dass mit dieser Erwiderung ein Anspruch auf Vollständigkeit erhoben wird. Eher wird versucht werden in den Arbeitsbegriff »Neue Rechte« einen weiteren Stein für das noch lange unvollständige Mosaik einzusetzen. Denn bereits in der Einleitung des Artikels in der Alfonz wird nämlich der Arbeitsbegriff: »Neue Rechte« verwendet und in Verbindung mit den »Reichstagsstürmern« gesetzt. Später wird noch deutlich werden, dass Lau (stets flankiert von Hanisch) den Begriff einfach nach Gutdünken nutzt, ohne eine Form der theoretischen Unterfütterung und somit beweist, keine Ahnung von der Materie zu haben, was bei Lau allerdings auch schon an anderer Stelle deutlich wurde, als er versuchte Kritik an der ökonomischen Sphäre zu äußern. Aber auch andere Felder verdienen eine entsprechende Antwort und eine kleine Ergänzung, weil der oben skizzierte »Bezug zur Realität«, welcher den Comic durchaus in abstrakter Form besitzt, komplett weg gewischt wird.</p>
<h3>Unterschiedliches Niveau</h3>
<p>Bei der »Neuen Rechten«, so Politikwissenschaftler Armin Pfahl-Traughber, handelt es sich um »eine lose Intellektuellengruppe«, die »den intellektuellen Diskurs als politisches Handlungsfeld« versteht und jene Gruppen ausschließt, denen »dazu das intellektuelle Format fehlt«. Worunter, also unter die ausgeschlossenen Gruppen, eben auch der hedonistische und durch das ökonomische System inhärent geprägte Reichstagsstürmer gehört. Gerade jener »Sturm« am 29. August war auch eher, so in den Augen des Politikwissenschaftlers Albrecht von Lucke, »ein immenser symbolischer Sieg« von »bekennende[n] Nazis, radikale[n] Verschwörungsideologen sowie eher unpolitische[n] Esoteriker[n] und Impfgegner[n]«, welcher in einer »kruden Mischung […] in Ablehnung der Coronamaßnahmen« verschmolzen war. Der Begriff »Nazi« wird zwar ebenfalls inflationär verwendet, dass er nicht nur in intellektuellen Zirkeln jede ernstzunehmende Wirkungsmacht verloren hat, man aber dennoch seine Verwendung unverhohlen weiter praktiziert, wie sich später noch zeigen wird, aber man muss dennoch festhalten, dass am 29. August 2020 auch Linke in Berlin anwesend waren. So sah von Lucke bereits vorher, dass man »es mit einer höchst heterogenen, amorphen Sammlungsbewegung eigener Art zu tun« hat, die lediglich aus seiner linken Perspektive für die »Neue Rechte« »attraktiv« sei, was nicht bedeutet Teil dessen zu sein, sondern dass ein Blick auf diese gerichtet war. Obwohl in jener »kruden Mischung« kein »intellektuelles Format« schlummert und dies somit kaum eine Attraktivität für ernsthafte »Neue Rechte« Akteure besitzt, sind nicht alle Ängste der Teilnehmer unberechtigt, weil sich unter ihnen auch jene befinden, die um ihre schlichte Existenz fürchten, weil sie ihre Arbeit verlieren. Dort liegt auch der Anknüpfungspunkt, jene Sorgen ernst zu nehmen. Denn am Ende ist von Lucke kein großer Connaisseur für die »kleinen Leute«, sondern nur ein linksliberaler Politikwissenschaftler.</p>
<p>Jene Gruppe bei Lau und Hanisch, welche hier die kritische Ausgangsbetrachtung darstellt, wird krampfhaft oder simplifizierend der »Neuen Rechten« dazu gedichtet, gerade wenn man in blanker Ahnungslosigkeit wie Lau schwelgt: »die komplexe Realität auf simple Fronten reduziert – und das ist das Weltbild der Neuen Rechten.« Mit der Verbindung der beiden Gruppen wird genau das praktiziert, was Lau versucht anzukreiden, die Komplexität reduziert und schlussendlich einer reinen animalischen Betrachtung unterworfen. »Intellektuelle können gegen die rohe Intoleranz nichts ausrichten, denn vor dem rein Animalischen das kein Denken kennt, ist das Denken wehrlos.« Damit wird jenes Problem deutlich, weil gegen solche inhaltsleeren Vorwürfe, wie von Lau (und Hanisch) formuliert, kann sich die »Neue Rechte« zwar wehren und eigene Akzente setzen, doch durch den vorhandenen engen Meinungskorridor kaum das gleiche Publikum erreichen.</p>
<p>Denn bereits der Soziologe Thomas Wagner bemerkte in seiner Untersuchung zur »Neuen Rechten«, dass sich kaum jemand die Mühe mache, »sich ernsthaft mit ihren Argumenten zu befassen«. Dies beweisen auch die beiden Alfonz-Mitarbeiter, obwohl schon innerhalb der Comicforschung die Blendgranate geworfen wurde, mit »rationalen, sachlichen Argumenten« das »Gespräch« zu suchen, weil »nur das der richtige Weg sein« kann. Vermutlich wird es dazu nie kommen. Obschon selbst Gegner beobachtet haben, dass »das neuerliche Interesse der Neuen Rechten an Marx und Kapitalismuskritik im Allgemeinen […] als Versuch einer Erweiterung des rechten Resonanzraums im Kontext der aktuellen Krise der kapitalistischen Globalisierung […] betrachtet werden« kann und somit eine interessante Dynamik entstehen könnte. Man kann hier sogar aus dem »Nähkästchen« plaudern, dass es zu »heftigen internen Debatten« darüber kommt, wie dem Kapitalismus »ein rechter Antikapitalismus entgegenzustellen sei, aufgeladen mit den Linken gekaperten Theoriebausteinen und Vordenkern samt deren Jargon.« Man ist sich also innerhalb der »Neuen Rechten« nicht nur einer gewissen Komplexität bewusst, sondern bereichert dazu, wie auch von Linken bemerkt, »den mannigfaltigen rechten Denkkosmos durch Bestandteile der Marxschen Gesellschaftskritik«, um einen Antikapitalismus für das 21. Jahrhundert zu formulieren, wobei man keineswegs vor Kritik am eigenen Lager und den herrschenden kapitalistischen Verhältnissen zurückschreckt: »Sie [Liberalkonservative, Anmerk. d. Verf.] blenden die Kehrseiten der kapitalistischen Produktionsweise und Gesellschaft aus und nehmen passiv, qua lauten Schweigens im ökonomischen Beritt, die umfassenden und umwälzenden Veränderungen in den verschiedensten Segmenten hin, solange der Kapitalismus nur den obersten Schichten exorbitante Gewinne ermöglicht, nicht aus den Fugen gerät.«<a href="applewebdata://E3AEFB33-754C-4A9D-BD02-A1D4DE96BC77#_ftn1" name="_ftnref1">[1]</a> Wobei diese innerhalb der Erweiterung des Denkkosmos erlernten Zusammenhänge, auch auf die popkulturelle Sphäre übertragen werden können. Die Verbindung zwischen beiden Gruppen (»Neue Rechte« und »Reichsbürger«), gelingt also nur durch eine latente Theorielosigkeit, welche Lau und Hanisch auch in anderen Ebenen ausdrücken.</p>
<h3>Den Dreck vor der eigenen Tür weg kehren statt im bunten Wolkenkuckucksheim zu leben</h3>
<p>Schon in der Einleitung wird der Comic – allgemein – von Lau und Hanisch als »heile Welt« konstruiert, welche bisher von »Populismus« unberührt blieb. Comics waren schon immer politisch und wurden durch gewisse Themen zunehmend politischer, wie man selbst bei Klaus Schikowski in der »Der Comic« nachlesen kann. Bereits vor 2000 beschrieb Camille Paglia von dem Verschwinden einer reichhaltigen und dynamischen Popkultur, worunter auch der Comic fällt, durch feministische Akteure, die natürlich bis heute keine abweichenden Meinungen ertragen können, was sich in zeitlich angepassten Zuständen in der teilweise desaströsen Comicforschung niederschlägt und sich ebenfalls in der unausgewogenen Interpretation von bestimmten Comics ausdrückt. Diese Entwicklung ist keineswegs ungewöhnlich, weil es hat »keine noch so bizarre Nischenkultur gegeben, die nicht früher oder später kommerziell verwertet worden wäre.« Was in unserer heutigen Epoche heißt, einem linkskapitalistischen Verwertungs- und Optimierungsprozess unterworfen zu sein. Eine »Gegenhegemonie«, die sich gewisser Irrlichter entledigt, schafft es womöglich, im Sinne der DC-Reihe »Represent!«, ihre »Persönliche Erfahrungen, ungehörte Stimmen und Soziale Revolution« einem anderen Publikum regelrecht zu verkörpern, damit es nicht länger bei den »singuläre[n] Randerscheinungen« bleibt, sondern die Schattenseiten der elendigen linkskapitalistischen »heilen« Utopie und ihrer langweiligen kulturellen Erzeugnisse in alternativen Produkten dauerhaft sichtbar zu machen. Ob dies nun einigen passt oder nicht, ist dabei herzlich egal. Trotzdem wird dabei auch das Scheitern, ebenfalls der systeminhärenten Kommerzialisierung zu erliegen, nicht ausgeschlossen, aber man sollte experimentieren und hier kann auch »Der Vigilant, Jahr 2022« eventuell noch Gelände gewinnen.</p>
<p>Gerade weil linke Akteure in der Comicwelt ziemlich freie Hand haben, ist Abwechslung, gerne auch im Sinne der abgenutzten linken Phrase »Diversity«, bitter erforderlich. Zumal im US-amerikanischen Raum, streckenweise sehr erfolgreiche Crowdfunding-Kampagnen gegen die langweiligen Erzeugnisse der großen Comicgiganten umgesetzt wurden. Denn während die eine Seite kritisiert wird, wird u.a. der Berliner Comic-Zeichner und Schreiber des Berliner Tagesspiegels Bela Sobottke, in derselben Ausgabe der Alfonz, porträtiert und darf seine – passenderweise – als »systemrelevant« eingeschätzten, treffender – wobei wie angemerkt keine zwingende Unvereinbarkeit – debilen Ansichten unverhohlen äußern: »In unserer aktuellen Realität, in der die Nazis wieder laut wie selten sind, kann es nicht genug ›Punch-a-Nazi-Comics‹ geben.« Zu jener »aktuellen Realität« werden nachher noch einige Worte fallen. Alfonz-Mitarbeiter Ralph Trommer leitet diese Worte von Sobottke sogar mit: »Auch die Politik lässt den Kreuzberger Künstler nicht kalt« ein. Jene flache Aussage von Sobottke wird nicht nur als Politik verstanden, was für sich allein stehend schon ein Armutszeugnis darstellt, sondern wird auch ohne Widerspruch hingenommen. Denn ein Blick in den Comic »Blutmond 3000«, auf den im Beitrag verwiesen wird und welcher ein Resultat der Ansichten von Sobottke ist, in dem er seine Phantasie auslebt, dass seine schwarze Heldin »eine Nazi-Kolonie auf dem Mond ausrotten [sic]« muss, so der O-Ton von Sobottke gegenüber der Alfonz. Dies zeigt, welch niedriges geistiges Niveau sich doch innerhalb der linksliberalen Künstlerszene manifestieren konnte. Schließlich wird in dem Comic »Blutmond 3000« »die komplexe Realität auf simple Fronten reduziert«, wie es doch Lau bemerkte. Im Comic von Sobottke steigert er seine Flucht aus der Komplexität in die Gewaltphantasie der <em>Ausrottung</em> unliebsamer Personengruppen, was nicht nur »AfD-Gesocks« betrifft, so die Worte im Comic, sondern eben auch »Front National-Wähler« und »Trump-Jünger«. Die »Front National« heißt zwar schon seit geraumer Zeit anders (»Rassemblement National«) und zudem unterscheiden sich AfD und jene französische Partei, hinsichtlich ihrer sozialen Ausrichtung doch in weiten Teilen erheblich, aber ihre Wähler kommen u. a. vermehrt aus der Arbeiterklasse, denen sie wieder eine Stimme geben. Zudem, wohin dieser antifaschistische Wahn führt, konnte man in Portland sehen, als ein Trump-Unterstützer/»-Jünger« von einem Antifaschisten erschossen wurde und dies auch noch gefeiert wurde. Jener Tat ging »eine unmißverständlich eliminatorische Rhetorik« voraus, wie es Martin Lichtmesz in Bezug auf Portland formulierte. Der bissige Cartoonzeichner Stonetoss entwarf dazu eine passende Illustrationen, die dieses »Punch-a-Nazi« einfing. Im Grunde verwundert die linksliberale Verachtung solch systemrelevanter Comicschaffender gegenüber Arbeitern und Andersdenkenden nicht im Geringsten, sie erfüllen vielmehr ihre Funktion.</p>
<p><img decoding="async" class="size-full wp-image-2389 aligncenter" src="https://hydra-comics.de/wp-content/uploads/2020/11/BlogVigi.png" alt="" width="1004" height="335" srcset="https://hydra-comics.de/wp-content/uploads/2020/11/BlogVigi-200x67.png 200w, https://hydra-comics.de/wp-content/uploads/2020/11/BlogVigi-300x100.png 300w, https://hydra-comics.de/wp-content/uploads/2020/11/BlogVigi-400x133.png 400w, https://hydra-comics.de/wp-content/uploads/2020/11/BlogVigi-500x167.png 500w, https://hydra-comics.de/wp-content/uploads/2020/11/BlogVigi-600x200.png 600w, https://hydra-comics.de/wp-content/uploads/2020/11/BlogVigi-700x234.png 700w, https://hydra-comics.de/wp-content/uploads/2020/11/BlogVigi-768x256.png 768w, https://hydra-comics.de/wp-content/uploads/2020/11/BlogVigi-800x267.png 800w, https://hydra-comics.de/wp-content/uploads/2020/11/BlogVigi.png 1004w" sizes="(max-width: 1004px) 100vw, 1004px" /></p>
<p>Schließen wir jenen Blick auf diese systemrelevanten langweiligen Künstler und kehren zu den beiden Koryphäen zurück. Beide arbeiten sich noch mit anderen Mitteln an dem skizzierten Vigilanten ab und sind sich des einfallslosen Kampfes »Gut gegen Böse« bewusst. Dennoch meint Hanisch, dass »Figuren meist Brüche in der Charakterzeichnung« aufweisen, was sich zwar durchaus noch entwickeln könnte, doch in diesem Fall auf einen Kampf »gegen ›das Andere‹«, so wie bei Sobottke, hinausläuft und im »Vigilant« die Figur »als höchste moralische Instanz« gilt. Die Figur »Vigilant« bedient sich dabei jedoch nur bei bereits vorhandenen Figuren. Im Kern macht er nämlich nichts anderes als Rorschach in Watchmen mit Gerald Pric oder in der Geschichte zu Before Watchmen mit Ronald James Randall, weil in den Augen von Rorschach das Rechtssystem versagt habe. Rorschachs Schöpfer, kein Geringerer als Alan Moore, erklärte, dass die Ursprünge seiner Figur bei Question liegen: »Eine extreme Figur, dass seine Einstellung und seine Taten selbst die hartgesottensten Rechtspopulisten beunruhigen würden.« Jene Figur und der daraus entwickelte Anti-Held von Moore, handelt schlussendlich nach seinem Moral-Kodex. Diese moralische Komponente in Comics ist wie angedeutet nichts Ungewöhnliches. Sogar Spider-Man wurde als »Vigilant« eingestuft, der die »Unfähigkeit des Systems«, seine Bürger zu schützen, selbst in die Hand nimmt. Diese Sichtweise auf die Figur Vigilant übertragen, könnte, trotz gewisser Zielstrebigkeit, noch für Überraschungen sorgen und die doch nur stumpfe schwarz-weiße Schichtweise von Lau und Hanisch überwinden, welche lieber die »woke« Entwicklungen der muslimischen Superheldin Ms. Marvel unreflektiert feiern.<a href="//E3AEFB33-754C-4A9D-BD02-A1D4DE96BC77#_ftn2" target="_blank" rel="noopener noreferrer" name="_ftnref2">[2]</a></p>
<p>Zudem gibt es im zweiten Heft von »Der Vigilant« eine Szene, in der ein Rentner von einem Schwarzen belästigt wird, welche auch von Hanisch erwähnt und in der Alfonz bildlich abgedruckt wird. Doch die Tatsache, dass der Schwarze sich u. a. der Phrase »Nazi« und des damit verbundenen Vorteils bewusst ist, wird vom Alfonz Mitarbeiter hinter der Aussage verkleistert: »muss es Zonfeld [Autor vom Vigilant, Anmerk. Verf.] noch ausformulieren?« Dass eine gewisse Form der Multikulturalität neben ihrer ökonomischen Verwertung, keine nennenswerten Vorteile bietet, wurde kürzlich an einem Fall in Cottbus deutlich, ist also aktuelle Realität. Dort wurde ein 19-jähriger, »ein Zufallsopfer«, von einem »28-jährigen Mann aus Pakistan, der der Polizei bereits wegen Straftaten bekannt ist«, mit einem Messer verletzt. Die B.Z. schrieb sogar (durchaus reißerisch): »<b>Unglaublich ist auch, was Abdulsalam R. den Beamten zum Motiv seiner Tat sagte: Er habe einen Menschen verletzen (oder töten) wollen, um sich einen </b><b>›</b><b>weiteren Verbleib in Deutschland zu sichern</b><b>‹</b><b>. Seine Aufenthaltserlaubnis in Deutschland sei gerade abgelaufen. Die Tat hat er den Beamten gestanden.«</b> Dies wurde jedoch nicht bestätigt. Jedoch führte jene Tat selbst im Neuen Deutschland, verständlicherweise ohne tiefe Kritik, aber in Bezug auf die B.Z. zur Aussage: Dass »es ein schreckliches und kaltblütiges Verbrechen« war, nur um danach wieder zu relativieren und bereits andere Erkenntnis zu unterschlagen. Aus welchem Grund, jene bestialische Tat eine Erwähnung wert ist? Weil es darum geht, Lücken zu schließen statt solche Realitäten auszublenden und sich in seine »heile« konstruierte Comicwelt zurückzuziehen, in der es angeblich solche Fälle nicht gibt, so wie es eben der Comic skizziert.</p>
<p>Ähnlich verhält es sich mit dem Symbol der Taube, die für Hanisch »reingewürfelt« und die »von zwei Teenies mit einer Steinschleuder gekillt« wurde. Woanders hätte man sich Mühe gegeben, ein Symbol des Friedens darin zu sehen oder sonst irgendwelchen Müll hineininterpretiert, um sich die Opfer auf dem multikulturellen Schlachtfeld schönzureden. Doch lieber ignoriert man sie.</p>
<h3>Ein kurzes Fazit, doch kein Ende der Auseinandersetzung</h3>
<p>Man könnte am Ende ein überspitztes Fazit ziehen, wie will man es sonst ausdrücken? Als Intellektueller hat man keine Chance gegen jene, die in einem Comic-Magazin wild irgendwelche Begriffe mixen und jene die eine Treppe stürmen. Reichstagsstürmer und die beiden Herren Lau und Hanisch, unterscheiden sich somit kaum in ihrer intellektuellen Beschaffenheit, sondern nur darin, in welcher Art und Weise der ökonomische Komplex sie und ihre Erzeugnisse verwerten soll. Am Ende konstruieren sich beide Seiten ihre eigene kleine heile Utopie und leugnen die Realität. Eine der schlussendlich gestellten Fragen von Hanisch: »Was wollen die Leser?« kann man nur so beantworten: Es soll ruhig noch weitere Auseinandersetzungen geben und man soll darüber berichten. Dies muss nicht positiv sein, mitnichten, weil man dann endlich vielleicht einmal lernt zu verstehen und anfängt Selbstkritik zu üben, statt borniert weiterzumachen wie bisher und in völliger Ahnungslosigkeit gegen konstruierte »Neue Rechte« zu kämpfen.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>Der Vigilant, Jahr 2022, <a href="https://hydra-comics.de/produkt/der-vigilant-jahr-2022-zonfeld-comics/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Heft 1</a> und <a href="https://hydra-comics.de/produkt/der-vigilant-2-jahr-2022-zonfeld-comics/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Heft 2</a> bestellen, um sich selbst ein Bild zu machen.</strong></p>
<p><strong>Zum <a href="https://www.reddition.de/index.php/alfonz-2020-4">Alfonz – Comicreport hier entlang</a>.</strong></p>
<p>&nbsp;</p>
<p><a href="//E3AEFB33-754C-4A9D-BD02-A1D4DE96BC77#_ftnref1" target="_blank" rel="noopener noreferrer" name="_ftn1">[1]</a>    Vgl. Kaiser, Benedikt: Marx von rechts? Ausgangspunkte für einen Neubeginn. In: Marx von rechts (= Jungeuropa Theorie, Bd. 2) Dresden 2018</p>
<p><a href="//E3AEFB33-754C-4A9D-BD02-A1D4DE96BC77#_ftnref2" target="_blank" rel="noopener noreferrer" name="_ftn2">[2]</a>    Diese Figur verdient eventuell einmal eine separate Betrachtung. Nur bereits so viel: Jene Figur verkörpert den »Gleichmachprozess der globalisierten Moderne glattgeschliffene Multikulturalität« [Bauer, Thomas: Die Vereindeutigung der Welt, Über den Verlust an Mehrdeutigkeit und Vielfalt, 10. Auflage, Ditzingen 2018, S. 12.], wo eine »fremde« Lebenswelt in den ökonomischen Verwertungsprozess eingegliedert wird, um deren Widerstand zu schleifen bzw. deren vorhandenen Kompatibilität sichtbar zu machen, wie es u. a. Slavoj Žižek betonte [Vgl. Žižek, Slavoj: Der neue Klassenkampf, die wahren Gründe für Flucht und Terror, 6. Auflage, Berlin 2017, 19f.].</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://hydra-comics.de/comicforschung-der-vigilant-eine-replik-auf-die-luecken-im-alfonz-comicreporter/">Comicforschung: Der Vigilant – eine Replik auf die Lücken im Alfonz – Comicreporter</a> erschien zuerst auf <a href="https://hydra-comics.de">Hydra Comics</a>.</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
	</channel>
</rss>
